Abwassergebührenkalkulation

Erläuterungen

Gesplittete Abwassergebühr
In der Regel existieren heutzutage gesplittete Abwassergebühren. Das heißt, dass für Schmutzwasser eine mengenbezogene Gebühr erhoben wird (in der Regel über Wasserzähler), während die für die Einleitung von Oberflächenwasser eine nach angeschlossenen Flächen bemessene Gebühr erhoben wird. Dies erfordert eine saubere Differenzierung nach Kosten, die auf die reine Abwassermenge entfallen (d.h. unabhängig von der Verschmutzung des jeweiligen Abwassers sind), und nach Kosten, die auf die Verschmutzung des jeweiligen Abwassers entfallen (d.h. mit steigender Verschmutzung zunehmen).

Starkverschmutzerzuschläge
Für besonders stark bzw. abnormal verschmutzte Abwassermengen können Starkverschmutzerzuschläge erhoben werden. Dies dient der Verursachungsgerechtigkeit der Gebührenerhebung, verursacht aber erhöhten Aufwand. Die Verschmutzungskonzentrationen der betroffenen Einleiter müssen ermittelt werden, die Berechnung der Gebühren wird aufwendiger und es muss noch sorgfältiger ermittelt werden, welche Kostenanteile abhängig von dem jeweiligen Verschmutzungsparameter sind.

Kalkulationssystem GEKKO
Zusammen mit unserem abwassertechnischen und abwasserrechtlichen Kooperationspartner haben wir das Kalkulationssystem GEKKO (Gebühren- und Entgelt-Kalkulation Kläranlagen und Ortsentwässerung) entwickelt. Dies erfasst sämtliche technischen und kaufmännischen Basisdaten (Abwassermengen, Verschmutzungskonzentrationen, Kostendifferenzierungsparameter, Kosten). Dabei werden die IST-Daten erfasst und PLAN-Daten wahlweise aus den IST-Daten anhand von zusätzlichen PLAN-Parametern errechnet oder ebenfalls als PLAN-Daten direkt erfasst. Auf der Basis dieser Daten berechnet das integrierte Kalkulationsmodell die Abwassergebühren mit der Differenzierung zwischen Schmutzwasser und Oberflächenwasser sowie inkl. eventueller Starkverschmutzerzuschläge.