Deponierückstellungsberechnung

Weitergehende Anmerkungen

Die konsequente Anwendung der steuer- und handelsrechtlichen Vorgaben bei der Bildung der Deponierückstellungen führt im Falle einer Kapitalgesellschaft potentiell zu einer teilweise unzutreffenden Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Bei unmittelbarer Weiterleitung der entstehenden Kosten in die Abfallgebühren/ -entgelte kann es daher zu einer teilweise nicht verursachungsgerechten Belastung der Gebührenzahler kommen.
Im Abgabenrecht hingegen besteht Spielraum für eine verursachungsgerechte Berechnung.
Ferner ergeben sich teilweise erhebliche Abweichungen zwischen der Rückstellungshöhe nach Handelsrecht und der Rückstellungshöhe nach Steuerrecht.

Insbesondere für Kapitalgesellschaften ist es daher anzustreben, durch eine geeignete Festlegung der Randbedingungen, die zeitliche Verteilung der Rückstellungsbildung so verursachungsgerecht wie möglich zu gestalten. Auch besteht die Möglichkeit, die Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz tendenziell zu reduzieren.