Strategisch denken

Aus dem Betrieb von Abaflldeponien entstehen für den Betreiber Rekultivierungs- und Nachsorgepflichten. Zielsetzung ist die Wiedereingliederung der Deponie in die Landschaft sowie die Vermeidung von Beeinträchtigungen des Wohls der Allgemeinheit.

Für die damit verbundenen Kosten müssen die Deponiebetreiber bzw. die öffentlichrechtlichen Entsorgungsträger entsprechende Rückstellungen bilden. Die Höhe der Rückstellungen bzw. deren Bildung ist in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus geraten.

Hauptgründe hierfür sind:
  • die Schließung von Deponien, z. B. mit Inkrafttreten der Ablagerungs-/Deponieverordnung,
  • Mengenrückgänge nach Inkrafttreten der Ablagerungs-/Deponieverordnung
  • „Latenter Nachholbedarf“ bei einigen Deponiebetreibern, die bislang noch keine oder nur unzureichende Rückstellungen für die Nachsorge und Rekultivierung gebildet haben
  • Verängerungen der Randbedingungen durch die Änderungen im Steuerrecht und Handelsrecht (z. B. ‚BilMoG, gültig ab Wirtschaftsjahr 2010),
  • teilweise noch bestehende Unklarheiten zu geänderten steuerlichen Details durch fehlende Detailvorgaben (Richtlinien / Verordnungen  und fehlende gerichtliche Auslegungen.

Bausteine der Berechnung

Die wesentlichen Schritte der Rückstellungsberechnung sind in der folgenden Grafik dargestellt:

Tücken im Detail

Die konsequente Anwendung der steuer- und handelsrechtlichen Vorgaben bei der Bildung der Deponierückstellungen führt im Falle einer Kapitalgesellschaft potentiell zu einer teilweise unzutreffenden Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Bei unmittelbarer Weiterleitung der entstehenden Kosten in die Abfallgebühren/ -entgelte kann es daher zu einer teilweise nicht verursachungsgerechten Belastung der Gebührenzahler kommen. Im Abgabenrecht hingegen besteht Spielraum fü reine verursachungsgerechte Berechnung. Ferner ergeben sich teilweise erhebliche Abweichungen zwischen der Rückstellungshöhe nach Handelsrecht und der Rücksstellungshöhe nach Steuerrecht.

Insbesondere für Kapitalgesellschaften ist es daher anzustreben, durch eine geeignete Festlegung der Randbedingungen, die zeitliche Verteilung der Rückstellungsbildung so verursachungsgerecht wie möglich zu gestalten. Auch besteht die Möglichkeit, die Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz tendenziell zu reduzieren.

Unsere Leistungen

Im Rahmen unserer Tätigkeit übernehmen wir folgend Aufgaben:

  • Bestandsaufnahme
  • Kostenermittlung (in der Regel durch ein Ingenieurbüro, wahlweise mit einem bestehenden CLT-Koopertaionspartner oder einem Büro nach Wunsch des Auftraggebers)
  • Erstellung eines Simulationsmodells für die zeitliche Verteilung der Zuführungen der Deponierückstellungen und der Auszahlungen für die spätere Rekultivierung / Nachsorge, einschließlich Modellerstellung für di eVerfüllungsplanung und der finanzmathematischen handhabung (wahlweise Steuerrecht, Handlesrecht und/oder Abgabenrecht). Hierfür hat CLT Consultign das System SPIDER entwickelt (Strategisches Planungs- Instrumentarium für DEponie-Rücksellungen).
  • Optimierung der Randbedingungen udn Wahl der Berechnungsparameter für eine verursachungsgerechte Bildung der Deponierückstellungen und deren zeitlicher Verteilung
  • Erstellung einer prüffähigen Berechnung und ausführlicher Dokumentation.